Die Motorsäge – die größte Hilfe im Wald
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Motorkettensäge seit Jahrzenten ein wichtiger Helfer
Der nachwachsende Rohstoff Holz hat durch das zunehmende Umweltbewusstsein und die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Als vielseitig einsetzbarer Energie- und Wärmelieferant findet Holz Verwendung in Hackschnitzel- und Pelletheizungen, als Brennholz für Backöfen und als Heizmaterial in Kamin- oder Kachelöfen. In früheren Jahren war die Holzarbeit im Wald mit Axt und Handsäge eine sehr mühsame Tätigkeit, die heute durch moderne Hilfsmittel und Maschinen wesentlich erleichtert wird; zum wichtigsten Helfer bei der Waldarbeit wurde die Motorsäge, die in ihrer heutigen Form etwa ab 1960 im Einsatz ist.
Aufbau und Funktionsweise von Motorsägen
Der Aufbau und die Funktionsweise einer Motorkettensäge ist bei allen Herstellern und Typvarianten vom Prinzip her immer gleich. Als Antrieb wird ein leistungsfähiger Zweitakt-Benzinmotor verwendet, der in dem Motorgehäuse untergebracht ist; an diesem Gehäuse sind auch die beiden Handgriffe befestigt. Der vordere, obere Bügelgriff dient zum Tragen der Säge und zum Stabilisieren beim Sägevorgang, in den hinteren Griff ist der Gashebel integriert. Vor dem oberen Quergriff liegt der Handschutz, der gleichzeitig über einen besonderen Mechanismus zum Ver- und Entriegeln der Kettenbremse dient. Auf der vorderen Seite des Motorgehäuses ist ein längliches Metallblatt angebracht, das meist als Schiene oder Schwert bezeichnet wird. Das Blatt weist an der schmalen Kante eine umlaufende Nut auf, in der die Sägekette aus Metall verläuft. Am vorderen Schwertende befindet sich ein Umlenkstern, der die Reibung vermindert; der Kettenantrieb erfolgt am hinteren Schienenende über eine Fliehkraftkupplung, so dass sich die Kette erst bei höheren Drehzahlen in Bewegung setzt, im Leerlauf steht sie still. Die Sägekette ist außen mit Metallzähnen besetzt, die abwechselnd waagrecht und senkrecht in das Holz schneiden und so ohne großen Kraftaufwand den eigentlichen Sägevorgang durchführen; für einen leichteren Lauf muss die Kette regelmäßig mit einem speziellen Kettenöl geschmiert werden. Das Anlassen der Motorsäge erfolgt über einen Seilzugstarter, wobei diverse technische Hilfen (Feder, Dekompressionsventil, Kraftstoffpumpe) den Start erleichtern.
Beim Motorsägenkauf zu beachten
Die Motorsäge wird in vielen Bereichen eingesetzt; je nach Motorleistung und Schwertlänge kann sie bei der Waldarbeit (Fällen, Entasten, Ablängen), im Gartenbau, bei der Baumpflege und auch in der Kunst (Holzschnitzerei) verwendet werden. Der steigende Holzbedarf im Privatbereich hat dazu geführt, dass viele Ofenbesitzer als "Selbstwerber" ihr Holz – natürlich mit Genehmigung – in Eigenregie aus dem Wald holen. Neben der persönlichen Schutzausrüstung (PSA-Forst) ist dazu eine gute Motorsäge notwendig, deshalb sollte der Kauf nur in einem Fachgeschäft und mit entsprechender Beratung durchgeführt werden. Wichtige Kaufkriterien sind die eingebauten Sicherheitsvorrichtungen wie Handschutz, Kettenbremse, Kettenfangbolzen, Krallenanschlag und Gashebelsperre; für eine leichtere Bedienung sollte werkzeugloses Nachspannen und Wechseln der Kette möglich sein, ebenso ist auf eine gute Vibrationsdämpfung zu achten. Um die Umweltbelastung bei der Holzarbeit möglichst gering zu halten, ist die Verwendung biologisch abbaubarer Schmiermittel (Kettenöl) zu prüfen, neuere Modelle enthalten auch bereits einen Katalysator für Zweitakt-Motoren. Ein wichtiger Punkt ist ebenfalls die Garantiedauer, und etwas sollte bei einer Motorsäge immer dabei sein – die Vorsicht.
